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Filzen
By admin | Juni 14, 2010
Filz ist ein Material mit vielseitigen Eigenschaften. Es wehrt Kälte und Feuchtigkeit ab, es wärmt und ist dabei temperaturbeständig und je nach Herstellung und Stoff meist nur schwer bis überhaupt nicht entflammbar.
Aufgrund dieser Bandbreite an Eigenschaften findet der Filz in den verschiedensten Bereichen Verwendung. So wird er vernäht in den klassischen Kleidungsstücken, wie im Filzhut, im Filzpantoffel oder in bestimmten Trachten. Auch technische Filzmaterialien, wie Geräuschdämmungen, Dichtungen und andere kleinere Hilfsmittel werden gerne verwendet. Für das häusliche Feintuning sorgen Wohnaccessoires wie Teppiche, Vorhänge etc.
Methoden beim Filzen
Grundsätzlich wird zwischen Nassfilzen und Trockenfilzen unterschieden. Für beide Techniken wird am besten spezielle Filzwolle verwendet.
Das Filzen mit Seifenwasser
Beim Nassfilzen wird die Wolle in möglichst kleine, flusige Stücke zerrupft. Anschließend werden die kleinen Wollziegel in parallelen Lagen kreuzweise übereinander angeordnet. Beim Filzen ist es wichtig, dass die Wollfasern zwischendurch immer wieder mit heißem Seifenwasser angefeuchtet werden. So können die Fasern aufquellen, die oberste Fadenschicht wird abgespreizt. Durch zunächst vorsichtige und dann immer kräftiger werdende Bewegungen mit den Händen können dann die Wollfasern mehr und mehr verflochten werden. Wichtig ist beim Filzen das regelmäßige Anfeuchten. Am besten eignet sich für das Seifenwasser Oliven- oder Flüssigseife aus der Drogerie. Allerdings sollte nicht vergessen werden, das fertige Filzstück am Ende sorgfältig auszuspülen und hartnäckigen Seifenresten mit einem Schuss Essig im Spülwasser den Garaus zu machen. Diese könnten den Stoff ansonsten beim Trocknen beschädigen.
Das trockene Filzen
Beim Trockenfilzen wird keine Seife benötigt. Hier wird die Filzwolle mit einer speziellen Nadel bearbeitet, die in jedem guten Bastel- und Handarbeitsgeschäft erhältlich ist. Vorsicht ist allerdings bei der Handhabung der Filznadel geboten, denn diese ist sehr spitz und mit feinen Widerhaken versehen, die leicht abbrechen können. Beim Filzen verbinden nämlich diese Widerhaken die feinen Wollfasern durch das mehrfache Hineinstechen in den Wollstoff.
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